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Oktober 2007

Psychischer Stress macht krank

Stressforscher tagten in Greifswald

 

Greifswald (dpa) – Psychischer Stress macht nach einer Untersuchung an der Universität Greifswald krank und depressiv. Experimente mit Mäusen hätten ergeben, dass die Immunzellen deutlich reduziert werden, wenn die Tiere einer Stresssituation ausgesetzt werden.

Das sagte die Greifswalder Immunologin Christine Schütt. Die Lymphozyten seien maßgeblich für die Immunabwehr beispielsweise bei Erkältungskrankheiten und für die Abwehr von Tumorzellen verantwortlich.

Die Tiere wurden in Labors der Greifswalder Forscher innerhalb von viereinhalb Tagen neun Mal jeweils für zwei Stunden in einer engen Röhre gehalten. Durch die starke Einschränkung der Mobilität seien die Tiere unter psychischen Stress gesetzt worden, auf den sie mit einer drastischen Abnahme ihrer Immunabwehrreaktionen reagiert hätten, sagte Christine Schütt. Neben einer deutlichen Steigerung der Infektneigung hätten die Tiere zudem depressive Verhaltensmuster gezeigt. So war bei psychisch gestressten Tieren die Lauffrequenz gegenüber den nicht gestressten Artgenossen deutlich reduziert, wie Christine Schütt sagte.
In Greifswald berieten rund 70 Biologen, Internisten, Psychiater und Immunologen aus neun Ländern auf dem 2. Stress-Symposium über Stress, dessen Ursachen und Auswirkungen.

Die Wissenschaftler befassen sich mit den Auswirkungen vor allem von chronischem Stress auf die Gesundheit. Bei dem Symposium sollen die molekularen Zusammenhänge zwischen Psyche und Gesundheit gezeigt werden. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Veränderungen des Hormon- und Immunsystems des Menschen durch psychischen Stress, die zu schweren Krankheitsbildern führen können.

Nach den Worten von Christine Schütt hat Stress in der vorgeburtlichen und kleinkindlichen Entwicklungsphase einen großen Einfluss auf den erwachsenen Menschen und darauf, wie die Menschen später mit Konfliktsituationen umgehen. So sei in Tierversuchen nachgewiesen worden, dass Jungtiere mit einer „behüteten“ vorgeburtlichen und frühen Kindheit psychisch deutlich stabiler seien als Tiere, die in diesen Phasen unter Stress gesetzt wurden. Neben den bekannten genetischen Faktoren hat das soziale Umfeld gerade in den entscheidenden Entwicklungsjahren eine größere Bedeutung als bisher angenommen.
Letzte Aktualisierung ( November 2007 )
 
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